Arteriosklerose.

Therapie.

Bei der Therapie von Durchblutungsstörungen werden zu einen die Symptome behandelt, zum anderen soll ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Je nach Stadium sind die Therapieziele unterschiedlich und reichen von der Verhinderung des Fortschreitens der Gefäßveränderungen im Stadium I bis zum Erhalt der Extremität in Stadium IV.

 

Wiederherstellung des Blutflusses

In der operativen Therapie versucht man den verengten Bereich aufzudehnen oder zu überbrücken.

 

Ballondilatation

Einzelne oder kurzstreckige Engstellen oder Verschlüsse können gut aufgedehnt werden. Bei langstreckigen Verschlüssen kommt eher die Bypassoperation in Betracht.

Nach örtlicher Betäubung der Leiste wird der Katheter mit Nadel über einen Führungsdraht in die Leistenschlagader vorgeschoben und dann die Nadel entfernt. Der Führungsdraht wird vorgeschoben und mit Kontrastmittel über einen Angiographiekatheter die genaue Engstelle lokalisiert. Ein weicher Führungsdraht wird durch die Engstelle geschoben, danach der Ballonkatheter. Danach erfolgt die Ballonaufdehnung über einige Sekunden. Anschließend werden Ballon und Führungsdraht entfernt und ein Druckverband angelegt.

 

Vorbeugen

Vermeidung und/oder Therapie von Risikofaktoren und Begleitkrankheiten.
Allgemeine Maßnahmen: Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion und Bewegungstraining.

Medikamente

Die Gefäßerkrankung selbst kann nicht medikamentös behandelt werden. Medikamente können aber Ursachen und Folgen beeinflussen:

  • Behandlung der Risikofaktoren
  • Behandlung von Begleiterkrankungen, wie Herz- oder Lungenerkrankungen
  • Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes mit Thrombozytenaggregationshemmern wie Acetylsalicylsäure und anderen Medikamenten (Buflomedil, Naftidrofuryl, Pentoxifyllin
  • durchblutungsfördernde Infusionstherapien mit Prostaglandinen, Plasmaexpandern, zur Blutverdünnung
  • Schmerzbehandlung nach den Richtlinien der Schmerztherapie mit z.B. nichtsteroidalen Antirheumatika, Opiaten wie z.B. Morphium.